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Freitag, 04. August 2017

Ich bin gerade mal beim zweiten Gerät und kann jetzt schon nicht mehr. Aber ich kann jetzt nicht aufgeben, ich verbessere mich dafür zu sehr. Trotzdem: Ich muss auf meinen Körper hören und eine kleine Pause einlegen. Ich lasse meinen Oberkörper auf meine Beine fallen. „Hey, machst du da etwa Yoga?“ „Mike. Hi. Nein, ich mache nur eine Pause. Ich habe zur Zeit nicht wirklich viel Ausdauer.“ „Na ja, solche Phasen gibt es immer. Lass dich nicht beirren. Warte, ich passe dir das Gerät nochmal an, dann ist es ein wenig angenehmer.“ „Danke.“ „Dafür bin ich hier.“ Er ist einfach der beste Trainer überhaupt. Nicht nur, dass er viel Ahnung von seiner Arbeit hat, er strahlt einfach so sehr. Er kommt morgens mit einem Lächeln zur Arbeit und verlässt sie auch so. Er ist einfach glücklich. Und ich denke, dass er es seiner Freundin zu verdanken hat. Menschen wie ihm wünscht man nur das Beste fürs Leben. Ich hoffe so sehr, dass er dieses Lächeln niemals verliert. -------- Ich bin wieder bei Marie und unterhalte mich mit ihrer Mutter. Sie ist ein so guter Mensch, auch wenn sie ab und zu sehr gemein zu Marie ist. Sie meint es nur gut. Wir wurden zu einer Party eingeladen und ich bin schon sehr aufgeregt, sie will nur nicht hin, weil sie den Gastgeber nicht mag. „Meine Mutter verlangt aber, dass wir hingehen.“ „Wir müssen ja auch nicht lange bleiben, wir reden einfach ein Paar Minuten lang mit ihm und sagen dann, dass ich nach Hause muss und du mich bringen willst, weil du nicht möchtest, dass ich allein laufe.“ „Das ist eine wirklich gute Idee.“ Aber wir waren nicht einmal 2 Minuten dort. Wir haben kurz mit ihm gesprochen, haben ihm ein Paar Knabbereien gebracht und sind gegangen. Er hat uns beide zur Begrüßung umarmt und ich habe mein Gesicht verzogen. Immerhin kannte ich ihn nicht und ich habe große Probleme mit dieser Nähe. Aber das wusste er natürlich nicht, also hat er sehr verwirrt geguckt und mir zum Abschied nur gewunken. Er hat sie aber natürlich umarmt. ----- Ich war zwar immer noch sauer auf Dylan, aber er hat mir so sehr gefehlt, dass ich ihn gefragt habe, ob er zu mir kommen möchte. Und er hat zugesagt. Ich habe an einem Bahnhof auf ihn gewartet und wurde dort von ein Paar Jungs angesprochen. „Hi. Was macht denn so ein junges, schönes Mädchen hier allein am Bahnhof?“ Das klang wie eine typische Szene aus einem Film. Die Stelle, kurz vor der Vergewaltigung des Mädchens. Und alle sehen zu. Es waren fünf Typen, alle ein bis zwei Jahre älter als ich, ich hätte also keine Chance. Vielleicht kann ich ihnen etwas Angst machen. „Ich warte auf meinen Freund.“ Lass mich jetzt bitte in Ruhe. „Ah. Holt er dich etwa ab?“ „Ja.“ Ich denke, wenn ich jetzt sarkastisch werde, würde das für mich nicht gut enden. „Wie heißt du?“ Ich könnte ihm meinen richtigen Namen nennen. Aber dann würde er mich im Internet finden. Also nannte ich ihm meinen Spitznamen und habe nicht einmal im Traum daran gedacht, ihn nach seinem zu fragen. „Cool. Wo kommst du her, XMXYH?“ „Ich komme aus …...“ „Ah, dann kennst du bestimmt Ryan, Marco und Till.“ Ich schüttelte mich. Ich hasste diese Jungen so sehr. Sie waren nie besonders schlau, aber das ist nicht das Problem. Das Problem war, dass sie so dumm waren, dass sie den Gerüchten, die damals über mich verbreitet wurden, geglaubt haben. Dabei wussten sie nicht einmal, wer ich bin. „Ja. Leider.“ Er lachte. „Wo kommst du nochmal her? Ach ja, das hab ich dich ja schon gefragt.“ „Ja, das hast du. Und du?“ „Ich wohne in …... Direkt am See.“ Er zwinkerte mir zu und mir wurde abrupt schlecht. Ich schreibe Dylan eine kurze Nachricht: „Hilf mir. Bitte. Ich werde hier von fünf Typen bedrängt.“ Seine Antwort ließ nicht lange auf sich warten. „Ich bin gleich da. Ich beeil mich.“ Ich bin so dankbar für ihn. Der Junge, der ganz hinten in der Gruppe stand, fragte den Typen, der mit mir gesprochen hat (ich nenne ihn jetzt Red, da er ein rotes T-Shirt getragen hat), ob er eine Kippe hat. Er schlug sich kurz zweimal auf seine Hosentaschen und schüttelte mit dem Kopf. „Hier. Ich hab noch welche.“ Ein betrunkener auf der anderen Straßenseite hielt eine Schachtel in die Luft. Red ging vor und seine Freunde brüllten ihm nach, dass sie ihm eine mitbringen sollen. Zwei von ihnen blieben bei mir. Der Freund des betrunkenen, der ebenfalls nicht mehr geradeaus laufen konnte, schenkte mir nun seine Aufmerksamkeit. Er torkelte auf mich zu, aber ich konnte nicht verschwinden. Die Freunde von Red beobachteten das und bauten sich langsam vor mir auf, um mich zu beschützen. Und es hat geklappt. „Hey, kommt her. Ich hab welche.“ Die drei verschwanden bei dem betrunkenen. Dylan. Komm jetzt bitte endlich. In der Ferne sehe ich die Scheinwerfer seines Autos und springe von meinem Sitz auf. „Hi.“ „Fahr! FAHR! F A H R!“ Ich habe es nicht einmal geschafft die Tür zu schließen, da er meiner Anweisung sofort gefolgt ist. Ich erzählte ihm, was passiert ist, wie meine Therapie verlaufen ist und stellte fest, dass mich seine Nähe von der ersten Sekunde an beruhigt hat. Ich lege meine Hand auf seinen Schoß. Keine Reaktion. Kein Lächeln, kein Zwinkern. Als hätte ich ihn nicht berührt.. ------ Er hat sich auf meine Couch gesetzt und ich kuschelte mich an. Ich habe ihn nicht geküsst, ich bestaune lieber seine blauen Augen, seine weißen Zähne, die braunen, kurzen Haare und den getrimmten, gut gepflegten Bart. Wie kann man nur so verdammt gut aussehen und so jemanden wie mich wollen? Er legt sich hin und ich mich auf ihn. „Ich fühle mich in deiner Nähe so unendlich wohl.“ Er wird rot. „Das freut mich.“ Ich kann nicht anders. Ich muss ihn küssen. Leidenschaftlich. Und das so sehr, dass ich merke, wie es in seiner Hose hart wird. Du begehrst mich. Und ich dich. Vielleicht mag ich dich etwas mehr, als ich dachte.

6.8.17 18:22

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