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Dienstag, 25. Juli 2017 DYLAN

Mein Wecker klingelt. Ich sollte zwar aufstehen, bin aber viel zu müde. Ich muss mich unbedingt wieder daran gewöhnen, dass die Nacht nicht so lang ist. Heute steht, im Vergleich zu anderen Tagen, sehr viel an. Heute müsste mein Paket mit den neuen Spielsachen fürs Bett ankommen, dann treffe ich mich mit einem Freund aus meiner ehemaligen Ausbildung, gehe danach einkaufen und anschließend zum Sport. Ein bunt gemischter Tag eben. Nur leider ohne Dylans Hand, die meinen Oberschenkel packt und mich in eine Stellung bringt, die ihn noch tiefer eindringen und mich lauter schreien lässt. Ich war bis 14 Uhr zu Hause und habe auf das Paket gewartet, was nicht gekommen ist. Wer hätte das gedacht. Leider Gottes kann ich mir den Paketdienst nicht aussuchen. Ich bevorzuge DHL: die klingeln immer, statt nur einen blöden Zettel in den Briefkasten zu werfen, auf dem steht, dass man niemanden erreichen konnte, obwohl man die ganze Zeit zu Hause war. Ich habe es also auch nicht mehr geschafft einkaufen zu gehen. Wie denn auch? Ich wollte dieses blöde Paket haben. Dann muss ich eben morgen früh gehen. Ich habe mich mit dem Typen, nennen wir ihn mal Markus, getroffen und wir sind essen gegangen. Heute gab es Sushi. Wir haben ein wenig geplaudert und sind dann nach zwei Stunden, weil wir nicht wussten, was wir noch machen sollen, nach Hause gefahren. Ich stieg an der Paketstation aus, da der Laden bald geschlossen hätte und fragte nach meinem Paket. „Guten Tag, mein Name ist XMXYH, ich wollte fragen, ob mein Paket hier zufällig liegt. Ich kann es nämlich nicht mehr tracken.“ „Nein, tut mir leid. Es ist leider nicht hier. Es kommt bestimmt morgen. „ Schade. Ich brauche es morgen dringend für die Arbeit.“ Ich weiß nicht, warum ich das gesagt hab. Vielleicht, weil ich ihr nicht geglaubt habe, dass das Paket nicht da ist, ich weiß ja nicht, ob sie mir das ohne den Zettel des Zustellers geben darf. Aber viele machen ja ausnahmen. Was sollte denn passieren? Ich konnte ihr, noch bevor sie mir das Paket zeigt, sagen, von welcher Adresse es abgeschickt wurde und zu wem es gehen sollte. Gut, auf meinem Personalausweis steht die Adresse meiner Mutter und auf dem Paket die Adresse meiner Wohnung, aber was soll's. Immerhin bin ich ein Scheidungskind und bin mal hier, mal da. Und Menschen bestellen Dinge, weil es schnell gehen muss. Also kann ich das Paket schlecht an Mama schicken, wenn ich doch bei Papa bin. Zumindest wäre das meine Ausrede. Eine Kopie des Personalausweises meines Papas habe ich ja auch. Sie runzelte die Stirn. „Das ist ja doof. Vielleicht kommt es morgen früh ja noch an.“ „Ich hoffe es sehr. Na ja, egal. Vielen Dank.“ Ich habe versucht zu lächeln um zu verstecken, dass ich eigentlich wütend bin. Als ich mich zu Hause auf die Couch gelegt habe, habe ich mich gefragt, ob ich heute überhaupt zum Sport will. Ich will auch, aber vorher muss ich einfach noch etwas schlafen. Ich quälte mich ins Bett, stellte den Wecker und träumte im Halbschlaf vor mich hin. Ich kann nicht richtig schlafen, wenn ich weiß, dass mein Wecker mich in ein bis zwei Stunden wieder weckt. Aber selbst im Halbschlaf tanke ich genug Energie. Die Zeit vergeht nur nicht so schnell wie beim Schlafen. ------ Meine Haare sind noch von der Dusche nass. Das Wasser war nach dem Training so erfrischend, ich hätte die Dusche am liebsten nicht mehr verlassen. Wie es wohl wäre, wenn Dylan jetzt hier wäre? Ich bin die letzte im Studio und sie haben noch eine Stunde lang geöffnet. Und diese Stunde würde ich gern mit ihm unter der Dusche verbringen. Schluss damit. Ich muss langsam nach Hause. ------- Was zur Hölle macht der Typ da? Hat er da gegen den Zaun getreten? Ist er betrunken? Oder einfach nur wütend? Moment – der sieht doch aus wie mein Ex? Nicht Alex, sondern der, an dem mein Herz früher so hing. Der, der mich fallen gelassen hat. Der, der sich während unserer Beziehung mit anderen getroffen hat. Der, der mich in meine Depression gestoßen hat. Ich bin viel zu müde, um ihn auch nur richtig anzusehen, spüre aber, wie sein Blick mich durchbohrt. Ob er es nun ist oder nicht – er ist es nicht wert. ------ „Ich hab so eine Lust auf dich, das ist der Wahnsinn.“ O Dylan. Wenn du wüsstest, wie oft ich diesbezüglich an dich denke. „Ich könnte dich stundenlang hart ficken.“ Tu es. „Ich will dich. Jetzt. Masturbieren reicht mir nicht. Ich will Sex.“ „Hol ihn dir.“ Ich bin wieder in Spiellaune. Meine Müdigkeit ist wie weggeblasen. „Ich hoffe, du kommst diesmal oft. Das macht mich geil.“ „Bring mich dazu.“ „Ich muss es mir jetzt trotzdem machen, sonst explodiere ich. Und weißt du, was ich dabei machen werde? Ich werde mir deine Bilder ansehen.“ In mir zieht sich alles zusammen. Ich will nur noch zu ihm, mit ihm schlafen und in seinen Armen einschlafen.

6.8.17 17:53

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