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Samstag, 22. Juli 2017

Ich habe wieder keine Motivation aufzustehen. Es ist viel zu warm, um wieder Stunden in der Bahn zu verbringen. Ich würde viel lieber in meinem Bett bleiben, als zu Michael zu fahren. Ich weiß nicht, was passiert ist. Seit dem ich mich mit Dylan treffe, macht mich jeder Kontakt zu Michael krank. Dylan ist so aufgeschlossen, traut sich was und wir finden immer Gesprächsthemen. Michael ähnelt mir auch sehr, aber er ist eher verschlossen. Wenn ich ihm etwas erzähle, hört er entweder nicht zu oder es interessiert ihn nicht. Ich glaube, ich muss das mit ihm beenden. Ich bin einfach zu Müde für diesen Umgang. Genau deswegen habe ich mich ja von meinem Ex getrennt. Ich brauch nicht noch einen, der so ist. Zurück zum Ablauf: Ich bin losgefahren, nachdem ich das Treffen um eine Stunde verschoben habe und er etwas sauer auf mich war. Ich wollte nicht zu ihm. Ich wollte nicht den ganzen Tag bei ihm zu Hause sitzen und mich langweilen, wie bei jedem Treffen mit ihm. Gut, wird auch meine Schuld sein, ich habe nämlich kein Geld für bestimmte Aktivitäten und habe ihm gesagt, dass ich nicht will, dass er ständig für mich bezahlt. Er hat mich vom Bahnhof abgeholt und kam mal wieder zu spät. Ich glaube, er war noch nie pünktlich und das nervt mich. Wir sind zu ihm gegangen, ich habe mich wieder mit seiner Familie unterhalten und musste feststellen, dass er ihnen alles erzählt hat, was meine Eltern betrifft. Ich war sehr enttäuscht. Ich habe wirklich gehofft, dass er alles für sich behalten würde. ------- Es regnet und man könnte auf den Straßen in seinem Dorf ein Schwimmbad eröffnen. Trotz des Schirms bin ich nass. Gut, der war auch sehr klein, aber ich wollte einfach nicht mehr bei ihm sitzen. Ich habe also meine beste Freundin gefragt, ob sie rauskommen möchte und es hat geklappt. Wir waren alle zusammen (sie, ihr Freund, Michael und ich) essen und sind, da das Wetter dann besser wurde, trinken gegangen. Wir saßen an einem Fluss und nach zwei Bier fing Michael an zu meckern. „O man, warum knallt das Bier so?“ Es war mir schon etwas peinlich. „Du hast nichts gegessen und es ist sehr warm. Da geht es ganz schnell.“ Gerettet. „Ich hab doch gegessen!“ Okay, mach es kaputt. Ich drehe mich zu meiner besten Freundin und hoffe, dass sie es nicht gehört hat. Und sie hat es tatsächlich nicht gehört. Gott sei dank. Und wieder fängt er an. „Man. Das knallt so.“ diesen Satz wiederholte er noch ein Paar Mal, bis ich wütend wurde: „Ist jetzt gut.“ Wieder sehe ich zu ihr rüber. Sie hat es gehört und die Augen verdreht. Nach einer Weile haben wir über meinen 18. Geburtstag geredet, der langsam näher rückt. Michael: „An deinem 18. gehen wir so richtig feiern.“ „Ja, das hatte ich auch eigentlich vor.“ „Und dann fick ich dich so richtig auf dem Klo.“ Mir wurde schlecht. Ich weiß nicht, wann ich mich das letzte mal so stark geschämt habe. „Du willst sie nicht, wenn sie bei dir schläft, aber auf einem dreckigem, versifftem Klo ist das okay?“ Ich weiß nicht, wann ich meine beste Freundin das letzte Mal so genervt erlebt hab. „Ja, na ja.“ Sie äfft ihn nach und ihr Freund und ich sehen uns an. Wir haben uns beide sehr unwohl gefühlt und wollten sichergehen, dass wir nicht allein sind. Michael schnappte sich mein Bier und trank es aus, obwohl sich bei ihm bereits alles drehte. Gott, wie gern ich jetzt bei Dylan wäre. Dylan ist nicht aufdringlich und er wirkt auf mich sehr beruhigend. Während meine beste Freundin und ihr Freund schon nach Hause gegangen sind, sind wir noch spazieren gegangen, da seine Bahn nur einmal pro Stunde kommt. Er wollte was essen, also sind wir zu McDonalds gegangen. Da Michael damit beschäftigt war, sich über das Essen aufzuregen, statt mit mir zu reden, habe ich Dylan geschrieben: „Ich bin so müde.“ „Ich auch. Bist du noch unterwegs?“ „Ja. Wieso? Wolltest du etwa zu mir?“ „Ich muss nachher noch jemanden abholen, sonst hätte ich dich gefragt, ob ich jetzt noch kommen kann.“ In mir zieht ich alles zusammen. Ich will nach Hause und mich in Dylans Arme kuscheln, während ich seinen beruhigendem Herzschlag an meiner Hand spüre. „Ich bin leider erst gegen Mitternacht zu Hause.“ „Okay. Melde dich bitte, wenn du zu Hause bist.“ „Mach ich.“ Aber wir würden nicht nur kuscheln. Wir würden miteinander schlafen. Hart.

6.8.17 17:33

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